Auftrag der Stadt Dortmund zur Umstellung der Notruf- und Funkabfragetechnik der Integrierten Feuerwehrleitstelle

Mai 25, 2020 | News

Basierend auf einer europaweiten Ausschreibung erhielten wir im Mai 2020 von der Stadt Dortmund den Auftrag zur Umstellung der Notruf- und Funkabfragetechnik der Integrierten Feuerwehrleitstelle auf VoIP.

Die Integrierte Leitstelle der Stadt Dortmund übernimmt, gemäß aktuell geltender Gesetze des Landes Nordrhein-Westfalen, die Aufgabe der Kommunikationsstelle, zum Beispiel zur Notrufannahme, zur Alarmierung der Einsatzkräfte, zur Koordination der Rettungseinsätze und zur Disposition der Krankentransporte. Die derzeitige Aufgabenstellung umfasst die Bereiche Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz mit einer Einsatzfläche von ca. 280 km² und ca. 610.000 Einwohnern. Das Notrufaufkommen beträgt zurzeit über 190.000 Anrufe pro Jahr.

„Die spannendste Herausforderung in diesem Projekt ist die Anbindung der unterschiedlichen Standorte“, beschreibt Marcus Landschof (Geschäftsführer) den Auftrag. Neben der Hauptleitstelle betreibt die Feuerwehr Dortmund, zusätzlich zu Arbeitsplätzen für Sonderlagen, noch eine sogenannte Notleitstelle. „Dem jeweiligen Anrufer muss immer zeitnah geholfen werden. Die räumliche Herausforderung ist für den Anrufer unwichtig, das muss alles reibungslos funktionieren, Egal um welchen Notfall es sich auch handelt“, erklärt Marcus Landschof.

Parallel zu der klassischen Aufgabenstellung der Disponenten, der Annahme von Notrufgesprächen über die 112 und dem Krankentransport über die 19222, müssen über die Arbeitsplätze der Disponenten vielfältige Arbeitsabläufe realisiert werden:

  • Annahme von Anrufen und Hilfeersuchen
  • Telefonie mit Einsatzkräften der Feuerwehr- und Hilfsorganisationen
  • Entgegennahme von Anrufen und Weiterleitungen von und zur Polizei
  • Bearbeitung von Anrufen benachbarter Leitstellen
  • Notrufannahme von gehörgeschädigten Personen über ein Notruffax
  • Bearbeitung von Anrufen aus dem Bereich „ärztlicher Notdienst“
  • Bearbeitung von Anrufen aus laufenden Einsätzen
  • Übernahme von Funkanrufen
  • Annahme von Funkanrufen mit Statusinformationen und Meldeinformationen aus Einsätzen
  • Ein- und ausgehende Telefonie mit dem ÖPNV oder anderer Dienstleister wie Ver- und Entsorger
  • Sprachdurchsagen auf den Feuerwachen
  • Bedienung der Haussteuerung wie das Öffnen von Schranken oder Rolltoren

Realisiert wird das Projekt zur Erneuerung der vorhandenen Notruf- und Funkabfragetechnik und der gleichzeitigen Umstellung auf moderne IP-Technik mit unserer hauseigenen Kommunikationslösung, dem MECC (Multimedia Emergency Control Center). Das MECC-System wurde bereits in diversen Leitstellen implementiert und bietet Schnittstellen zu diversen Einsatzleitrechnern und einsatzrelevanten Systemen, wie zum Beispiel Haustechniksteuerung und Wachenalarme.

 

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